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Helfer im Dauereinsatz

Der Juli 2017 hat der Helfer-vor-Ort-Gruppe ein rekordverdächtiges Einsatzaufkommen beschert. Wir wurden in diesen 31 Tagen 30 Mal alarmiert, um bei medizinischen Notfällen schnelle Hilfe zu leisten, bevor in der Regel einige Minuten später der Rettungsdienst eintraf. Bis zu viermal an einem Tag haben die Piepser der Helfer Alarm geschlagen, nur an wenigen Tagen war in diesem Monat Ruhe. Und dabei gibt es im Ortsbereich immer auch noch weitere Einsätze für den Rettungsdienst, bei denen die Ehrenamtlichen aus Wiernsheim gar nicht erst mitalarmiert werden.

Das Spektrum der Einsätze in allen Ortsteilen war entsprechend der hohen Gesamtzahl auch sehr weit gefächert und reichte im Juli von einer Geburt bis zu Unfällen, Atembeschwerden, Herzproblemen oder der Bereitstellung bei einem gemeldeten Wohnungsbrand. Nur in wenigen Fällen konnte der Krankenwagen, der beim Bürgersaal stationiert ist, nicht besetzt werden, weil alle Helfer gerade bei der Arbeit oder sonst nicht in der Nähe waren. Damit hat die DRK-Bereitschaft Wiernsheim in diesem Jahr schon Ende Juli den Wert von 150 Einsätzen in diesem Jahr erreicht.

Zum Vergleich: im Schnitt der vergangenen Jahre waren es meistens knapp 150 Einsätze im ganzen Jahr. Also durchschnittlich dreimal pro Woche und nicht quasi täglich wie beispielsweise im Februar mit 25 Einsätzen in 28 Tagen oder im Juli mit 30 Einsätzen in 31 Tagen.

Warum das Einsatzaufkommen annähernd doppelt so hoch ist wie gewohnt, wissen wir nicht. Natürlich versuchen wir weiterhin, bei möglichst jedem Alarm den Betroffenen schnelle Hilfe zu leisten. Dass es im Bereich Wiernsheim keine hauptamtlich besetzte Rettungswache gibt, hat dabei Vor- und Nachteile. Einerseits brauchen Rettungswagen und Notarzt immer einige Minuten, ehe sie hier eintreffen können. Andererseits ist es in Wiernsheim aber auch fast egal, ob der in Tiefenbronn stationierte Rettungswagen, der in Vaihingen oder die zwei in Mühlacker gerade bei anderen Einsätzen gebunden sind - wir liegen so zentral zwischen den Rettungswachen, dass die Hilfe aus allen Richtungen relativ ähnlich lange braucht, selbst wenn sie aus Pforzheim kommt. So geht es meistens um einen Zeitraum von etwa fünf Minuten, in dem die Wiernsheimer Sanitäter schon einmal Erstmaßnahmen ergreifen können. Dann erfolgt die Übergabe an die hauptamtlichen Kräfte.

Um eine gute Erstversorgung leisten zu können, greifen wir alle zwei Wochen beim Übungsabend einen Themenbereich auf. Dabei werden nicht nur medizinische Aspekte immer wieder aufgefrischt, sondern ebenso auch technische und organisatorische. Natürlich müssen wir trainieren, wie bei einer Wiederbelebung oder bei der Versorgung stark blutender Wunden vorzugehen ist. Aber ebenso stehen auch Fahrertraining, Sprechfunk, der Eigenschutz beim Einsatz und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr auf dem Programm.

Unsere Übungsabende sind immer dienstags in den geraden Kalenderwochen im DRK-Depot (Bürgersaal Wiernsheim) um 20 Uhr. Interessenten sind grundsätzlich immer willkommen. Gerne mit Vorabinformation bei einem der Bereitschaftsleiter (siehe "Wir über uns") oder auch einfach spontan.